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Gerundium
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top
Gerundium (lat. gerere âvollbringenâ, gerundus (ältere Form fĂźr gerendus) âauszufĂźhrendâ, als Substantiv Neutrum gerundiumcite-ref-1[1] âdas AuszufĂźhrendeâ)cite-ref-2[2] ist ursprĂźnglich ein Begriff aus der lateinischen Grammatik, wo er ein Verbalsubstantiv bezeichnet. Genauer gesagt bezeichnet man hier als Gerundium die Deklinationsformen des Verbalsubstantivs, in denen nicht eine Substantivierung (Konversion) der Infinitivform zu sehen ist.
Die Bezeichnung wird alternativ zu anderen Bezeichnungen in zahlreichen Sprachen verwendet, ohne immer deckungsgleich mit der Verwendung im Lateinischen zu sein.
Folgende Anwendungen sind die häufigsten:
⢠Englisch: Verbalsubstantiv.
⢠Sanskrit: adverbial gebrauchtes Gerundium ohne Kasusbezug zu anderen Satzteilen (s. Absolutivum).
⢠Turksprachen u. a.: spezielle nicht-finite Formen zum Ausdruck von Adverbialsätzen, s. Konverb.
Contents
⢠Latein
⢠FranzÜsisch
⢠Englisch
⢠Deutsch
⢠Niederländisch
⢠Friesisch
⢠Litauisch
⢠Turksprachen
⢠Siehe auch
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Latein
Im Lateinischen ist das Gerundium ein Verbalsubstantiv. Es ergänzt die substantivische Verwendung der Infinitivform, da die Infinitivform im Lateinischen nur als Nominativ oder präpositionsloser Akkusativ substantivisch verwendet werden kann. Die fehlenden Kasus (Fälle), die sogenannten cÄsĹŤs oblÄŤquÄŤ Genitiv, Dativ, Akkusativ nach Präposition und Ablativ, werden dann vom Gerundium Ăźbernommen.
Beispiele fĂźr den substantivierten Infinitiv:
⢠Nominativ: CantÄre mÄ dÄlectat. âSingen (das Singen) erfreut mich.â
⢠Akkusativ: DidicÄŤ cantÄre. âIch lernte singen (das Singen).â
Beispiele fßr das Gerundium als Ersatzform fßr die fehlenden Fälle (Kasus):
⢠legere âlesen, das Lesenâ â ars legendÄŤ (Genitiv) âdie Kunst des Lesensâ
⢠docÄre âlehren, das Lehrenâ â docendĹ (Ablativ) discimus âdurch (das) Lehren lernen wirâ
Beziehung zum Gerundivum
Das Gerundium entstand historisch aus dem substantivierten Neutrum des verbaladjektivischen Gerundivums (Gerundiv).cite-ref-3[3] Beispiel fĂźr die formale Herleitung des Gerundiums aus dem Gerundivum:
⢠Gerundivum (passivisches Verbaladjektiv auf -us, -a, -um mit den Endungen der o/a-Deklination): Das Neutrum Singular legendum âein zu lesendesâ wird substantiviert zum Gerundium auf -i, -o, -um: legendÄŤ âdes Lesensâ, legendĹ âdurch das Lesenâ, ad legendum âzum Lesenâ.
Gerundivum und Gerundium werden wegen des charakteristischen Bildungselementes auch adjektivische nd-Form (= Gerundivum) bzw. substantivische nd-Form (= Gerundium) genannt.cite-ref-4[4]
Morphologie (Formenlehre)
Morphologisch wird das Gerundium, das formengleich mit dem Gerundivum ist, aus dem Präsensstamm des Verbes, dem Kennzeichen -nd- und den drei Endungen -ÄŤ, -Ĺ, -um gebildet. Der Stammauslaut wird gekĂźrzt (amÄre âliebenâ > amÄndi âdes Liebensâ), in der 3. und 4. Konjugation findet sich der Zwischenvokal e (audÄŤre âhĂśrenâ > audÄÄndÄŤ âdes HĂśrensâ, capere âfangenâ > capiÄndÄŤ âdes Fangensâ).cite-ref-5[5]
⢠1. Konjugation (Ä-Konjugation): laudÄre âloben, das Lobenâ > laudandÄŤ âdes Lobensâ,
⢠2. Konjugation (Ä-Konjugation): dÄlÄre âzerstĂśren, das ZerstĂśrenâ > dÄlendÄŤ âdes ZerstĂśrensâ,
⢠3. Konjugation (konsonantische Konjugation): regere âleiten, das Leitenâ > regendÄŤ âdes Leitensâ,
⢠3. Konjugation (gemischte- oder Ä-Konjugation): capere âfangen, das Fangenâ > capiendÄŤ âdes Fangensâ.
⢠4. Konjugation (ÄŤ-Konjugation): audÄŤre âhĂśren, das HĂśrenâ > audiendÄŤ âdes HĂśrensâ
Die folgende Tabelle zeigt die Deklination des lateinischen Infinitivs des Verbs laudÄre âlobenâ im Nominativ und reinen Akkusativ sowie die Formen des Gerundiums im Genitiv, Dativ, Akkusativ (mit Präposition) und Ablativ (mit oder ohne Präposition).
| Kasus | Form | mĂśgliche Ăbersetzung |
|---|---|---|
| Nominativ | laudÄre | loben, das Loben |
| Genitiv | laudandÄŤ | des Lobens |
| Dativ | laudandĹ | dem Loben |
| Akkusativ | laudÄre | loben, das Loben |
| Akkusativ | ad laudandĹm | zum Loben |
| Ablativ | (in) laudandĹ | beim Loben, durch das Loben |
Zur Syntax des Gerundiums
Das Gerundium dient zwar als Substantiv, hat aber zugleich auch Eigenschaften einer Verbalform: Die vom Gerundium abhängigen Ausdrßcke kÜnnen die Form eines direkten Objekts oder einer adverbialen Bestimmung haben (eben wie sonst bei Verben):
⢠Gerundium mit Akkusativ-Objekt:
⢠PompÄium laudandĹ âdurch das Loben des Pompeius / indem er Pompeius lobteâ,
⢠ĹrÄtiĹnem habendĹ âdurch das Halten einer Redeâ,
⢠iniĹŤriam ferendĹ âdurch das Ertragen eines Unrechtesâ.
⢠Gerundium mit Adverb:
⢠diĹŤ ridendĹ âdurch langes Lachenâ,
⢠fortiter bellandĹ âdurch tapfere KriegfĂźhrungâ,
⢠GĂştta cavĂĄt lapidĂŠm nĹn vĂ, sed saĂŠpe cadĂŠndĹ. âDer Tropfen hĂśhlt den Stein nicht mit Kraft, sondern durch häufiges Fallen / Steter Tropfen hĂśhlt den Stein.â
In der deutschen Ăbersetzung erscheinen die Adverbien (diĹŤ, fortiter, saepe) als Adjektive in Verbindung mit den substantivierten Infinitiven.
Das Gerundium (bzw. die ganze Gerundialkonstruktion) nimmt im Satz die Funktionen ein, die seine jeweilige Kasusform auch allgemein haben kann: Es kann als Attribut (BeifĂźgung) von einem Substantiv abhängen, es kann in einem von Verben oder Präpositionen regierten Kasus stehen oder als adverbiale Bestimmung in einem Adverbialkasus. Der Akkusativ des Gerundiums (laudandum) steht nur nach Präpositionen wie ad, in, inter, ob (als Subjekt oder direktes Objekt eines Verbs steht hingegen die Infinitivform). Der Dativ ist wenig gebräuchlich. Der Ablativ steht entweder allein oder nach den Präpositionen in, ab, ex, dÄ, prĹ.
⢠Genitiv (Attribut):
⢠ars vivendi âdie Kunst des Lebens / Lebenskunstâ,
⢠facultÄs evadendi âdie MĂśglichkeit des Entkommens / zu entkommenâ,
⢠evadendÄŤ causa âum zu entkommen / wegen des Entkommensâ,
⢠Akkusativ wenn von einer Präposition regiert:
⢠ad pugnandum parÄtus âkampfbereitâ,
⢠Dativ (âfinaler Dativâ):
⢠solvendĹ non esse âzahlungsunfähig seinâ.
⢠Ablativ:
⢠bellandĹ diripiendĹque âdurch das FĂźhren eines Krieges und durch das PlĂźndernâ, âdadurch, dass sie Krieg fĂźhrten und plĂźndertenâ,
Semantik: Ablativ als Adverbialkasus (instrumental/modal). in conficiendĹ âbei/während der DurchfĂźhrungâ Ablativ von der temporalen Präposition in regiert.
Wie an den Ăbersetzungen der Beispiele zu sehen ist, bezeichnet das Gerundium lediglich die im Verb ausgedrĂźckte Handlung, das Tun selbst (es ist ein nomen actionis â im Gegensatz zum verbaladjektivischen Gerundivum, das zusätzlich eine Notwendigkeit ausdrĂźckt, wie in vir laudandus âein zu lobender Mann, ein Mann, den man loben mussâ).
Moderne romanische Sprachen
Die romanischen Sprachen setzen als Tochtersprachen des Lateinischen den Ablativ (ohne oder mit Präposition) des lateinischen Gerundiums fort. Es bezeichnet durch den instrumentalen Ablativ die Begleitumstände, unter denen sich eine Handlung vollzieht. Docendo discimus: (Ablativ von dĹcÄre âlehrenâ): âDurch das Lehren, dadurch, dass wir lehren, lernen wir.âcite-ref-6[6]
Die Formen der modernen romanischen Sprachen:
⢠Ausgangsform: lateinisch: cantando (Ablativ von cÄntÄre âsingenâ, âdurch das Singenâ) >
⢠rumänisch: cântând,
⢠italienisch, sardisch, spanisch, portugiesisch: cantando,
⢠katalanisch: cantant,
⢠rätoromanisch: chantand (engadinisch) und cantond (surselvisch),
⢠franzÜsisch: chantant,
⢠okzitanisch: cantant.
FranzĂśsisch
Das franzÜsische Gerundium (le gÊrondif)cite-ref-7[7] gehÜrt mit dem Partizip Präsens (Mittelwort der Gegenwart, le participe prÊsent) zu den ant-Formen, vergleichbar den ing-Formen im Englischen.
Bei der Entwicklung vom Lateinischen zum FranzÜsischen sind Gerundium und Partizip Präsens lautlich zusammengefallen (cantando > chantant; cantantem > chantant). Deshalb entspricht das franzÜsische gÊrondif heute (auf der synchronen Ebene) formal dem participe prÊsent (Partizip Präsens), dem die Präposition en cite-ref-8[8] vorangestellt wird.
Beispiel:
⢠Il travaille en chantant. (wĂśrtlich: âEr arbeitet im Singenâ) âEr arbeitet und singt dabeiâ.
Ausgangsform zur Bildung des Gerundiums sowie des Partizip Präsens im modernen FranzĂśsischen ist die 1. Person Plural des Präsens Indikativ (le prĂŠsent de lâindicatif) eines Verbes.
Beispiele:
⢠chanter âsingenâ > nous chantons âwir singenâ > (en) chantant âsingendâ.
⢠faire âmachenâ > nous faisons âwir machenâ > (en) faisant âmachendâ.
⢠finir âbeendigenâ > nous finissons âwir beendigenâ > (en) finissant âbeendigendâ.
⢠voir âsehenâ > nous voyons âwir sehenâ > (en)voyant âsehendâ.
UnregelmäĂige Bildungen haben drei Verben:
⢠être âseinâ > (en) ĂŠtant âseiendâ.
⢠avoir âhabenâ > (en) ayant âhabendâ.
⢠savoir âwissenâ > (en) sachant âwissendâ.
Das neufranzĂśsische gĂŠrondif hat zwei Formen (les temps du gĂŠrondif)cite-ref-9[9]:
⢠le gĂŠrondif prĂŠsent (gewĂśhnlich gĂŠrondif genannt) zum Ausdruck der Gleichzeitigkeit in Bezug auf das Hauptverb: en chantant âsingend, beim Singenâ. Beispiel: Il faisait toujours ses devoirs en chantant. âEr sang immer wenn er seine Hausaufgaben machteâ (beide Handlungen laufen gleichzeitig ab).
⢠le gĂŠrondif passĂŠ zum Ausdruck der Vorzeitigkeit in Bezug auf das Hauptverb: en ayant chantĂŠ âgesungen habend, als er gesungen hatteâ. Diese Form gilt als schwerfällig und wird im modernen Sprachgebrauch vermieden.cite-ref-10[10]
Das gĂŠrondif hat im heutigen FranzĂśsisch eine temporale (zeitliche), konditionale (bedingende) oder modale (die Art und Weise betreffende) Bedeutung.cite-ref-11[11]
⢠temporal: En arrivant Ă la station de mĂŠtro, Charles a rencontrĂŠ un vieil ami. âAls Karl an der Metrostation ankam, traf er einen alten Freund.â (Gleichzeitigkeit von zwei Ereignissen. Das gĂŠrondif steht hier fĂźr einen Temporalsatz). Quand Charles est arrivĂŠ Ă la station de mĂŠtro ⌠âAls Karl an der Metrostation ankam âŚâ
⢠konditional: En lisant ce livre vous comprendrez bientĂ´t le problème. âWenn sie dieses Buch lesen, werden Sie bald das Problem verstehen.â (Ausdruck einer Bedingung. Das gĂŠrondif steht hier fĂźr einen Konditionalsatz (Bedingungssatz)). Si vous lisez ce livre ⌠âWenn Sie dieses Buch lesen âŚâ
⢠modal: En travaillant beaucoup, Jean a rĂŠussi Ă passer son examen. âDadurch dass Hans viel arbeitete, gelang es ihm, sein Examen zu bestehen.â âDurch hartes Arbeiten gelang es Hans sein Examen zu bestehen.â (Das gĂŠrondif gibt hier die Art und Weise der Handlung wieder).
Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Okzitanisch, Rumänisch
Bildung des Gerundiums:
⢠Spanisch: AnfĂźgen von -ando / -iendo: cantar âsingenâ > cantando, partir âabreisenâ > partiendo.
⢠Italienisch: Anfßgen von -ando / -endo: cantare > cantando, partire > partendo.
⢠Portugiesisch: AnfĂźgen von -ando / -endo / -indo: cantar > cantando, vender âverkaufenâ > vendendo, partir > partindo.
⢠Okzitanisch: AnfĂźgen von -ant / -ent: cantare > cantant, legir âlesenâ > legissent, sentir âfĂźhlenâ > sentent.
⢠Rumänisch: AnfĂźgen von -ând / ind: a lucra âarbeitenâ > lucrând, a merge, âgehenâ > mergând, a tÄcea âschweigenâ > tÄcând, a fugi âfliehenâ > fugind.
Zu den Aufgaben des Gerundiums zählt in einigen der genannten Sprachen die Realisierung des imperfektiven Aspektes, der eine Handlung als noch nicht abgeschlossen, gerade ablaufend darstellt.
Beispiele:
⢠FranzĂśsisch: Le canal allait se perdant (AndrĂŠ Gide). âDer Kanal verlor sich, der Kanal verschwand allmählich.âcite-ref-12[12]
⢠Italienisch: Sto cantando. âIch singe gerade.â Il tempo va peggiorando. âDas Wetter wird schlechter.â
⢠Spanisch: Estaba cantando. âIch sang gerade.â Los precios van aumentando. âDie Preise steigen immer mehr.â
⢠Portugiesisch: Estou escrevendo uma carta. âIch schreibe gerade einen Brief.â Ela ainda estĂĄ dormindo. âSie schläft noch.âcite-ref-13[13]
Das Gerundium dient auch der Verkßrzung bzw. dem Ersetzen von adverbialen Nebensätzen, die im Deutschen mit bei, während, weil, indem, als, wenn, etc. eingeleitet werden.
Beispiele:
⢠Italienisch: Vedendola, la riconosceresti. âWenn du sie sehen wĂźrdest (sähest), wĂźrdest du sie wiedererkennenâ (Konditionalsatz âBedingungssatzâ).
⢠Spanisch: Tomando el tren llegarĂĄs mĂĄs pronto. âWenn du den Zug nimmst, kommst du schneller hin.â (Ausdruck des Mittels: wenn, dadurch dass, indem).
⢠Portugiesisch: Caminhando pela rua a vi. âAls ich auf der StraĂe ging, sah ich sieâ (Temporalsatz).
⢠Okzitanisch (Referenzokzitanischcite-ref-14[14]): Partiguèron de la fèsta en menant ambe eles tota la gaietat. âSie verlieĂen das Fest und nahmen dabei alle FrĂśhlichkeit mit.â
⢠Rumänisch:cite-ref-15[15] Ajungând acasÄ, el se desbrÄcÄ. âZu Hause angekommen, nachdem er nach Hause kam, zog er sich aus.â
Germanische Sprachen
Das Gerundium in den westgermanischen Sprachen war ein Verbalsubstantiv, das formal vom Infinitivstamm abwich, indem es mit /j/ gebildet wurde. Es kam im Genitiv, Dativ und Instrumental vor und stand damit in heteroklitischem Wechsel mit dem ohne /j/ gebildeten Infinitiv im Nominativ und Akkusativ. In den literarischen Sprachstufen ist das /j/ nur noch indirekt zu erkennen, indem es nämlich im Althochdeutschen zur Geminierung des /n/ (etwa westgermanisch nÍmanja- zu althochdeutsch nÍmanne) und im Altfriesischen zur Erhaltung des im Infinitiv geschwundenen Nasals gefßhrt hat. Die Ursprßnge dieser westgermanischen Neuerung, die im Ost- und Nordgermanischen unbekannt ist, sind nicht geklärt; formal handelt es sich um einen neutralen ja-Stamm.cite-ref-16[16] In den neugermanischen Sprachen hat sich das westgermanische Gerundium formal als nach der Infinitivpartikel zu beziehungsweise to stehende zweite Form des Infinitivs in allen friesischen und einer Reihe von hoch- und niederdeutschen Dialekten erhalten.
In der Altgermanistik sowie in der deutschen Dialektologie hat sich seit Jakob Grimm â trotz des Widerstands von Otto Behaghel, der den Terminus âflektierte Formen des Infinitivsâ propagierte â fĂźr diese (ursprĂźnglich) flektierte Form des Infinitivs der Terminus âGerundiumâ oder âsogenanntes Gerundiumâ eingebĂźrgert.
Englisch
Im Englischen wird in der traditionellen Grammatik der Terminus Gerundium (engl. gerund) fĂźr eine der sogenannten ing-Formen verwendet. In der modernen Sprachwissenschaft werden in manchen Darstellungen jedoch die aus der lateinischen Grammatik stammenden Termini durch andere ersetzt.cite-ref-17[17] In sprachgeschichtlicher Sicht setzt es nicht das Gerundium des Altenglischen fort.
Das Gerundium wird durch Anhängen von -ing an den Infinitiv gebildet: to read â reading, z. B. Reading is fun âLesen macht SpaĂâ.
Beispiele:
⢠Climbing is dangerous. Klettern ist gefährlich.
⢠Swimming is easy. Schwimmen ist leicht.
⢠Climbing is good. Klettern ist gut.
⢠I stopped smoking. Ich habe mit dem Rauchen aufgehÜrt.
Darßber hinaus kann das Gerundium nach Präpositionen stehen und hat somit die syntaktische Funktion eines präpositionalen Objektes:
⢠He is proud of working at this company.
⢠We should focus on making a new plan.
⢠This product is good for cleaning windows.
Die Bildung eines Gerundiums kann Hilfsverben mit einschlieĂen:
⢠Having worked at this company helps me to understand business processes much better.
⢠Being accepted by my colleagues is so important to me to survive in this job.
⢠Having been accepted by my colleagues still fills me with pride. (Now I am retired.)
Dies gilt auch fßr die Funktion als (präpositionales) Objekt:
⢠He is proud of working at this company.
⢠He is proud of having worked at this company. (Now he is retired.)
⢠He is proud of having been working at this company for more than twenty years.
⢠He is proud of being accepted and respected by his colleagues.
⢠He is proud of having been accepted and respected by his colleagues. (Now he is retired.)
Nach einer Reihe von Verben, z. B. admit, advise, anticipate, avoid, consider, delay, deny, discuss, enjoy, finish, give up, go on, imagine, keep, miss, postpone, practice, recall, recommend, regret, resist, resume, risk, stop, suggest, tolerate, try und understand steht das Gerundium als Objekt.
Das Gerundium steht manchmal in Konkurrenz zum Infinitiv. Dabei kann es zu Bedeutungsunterschieden kommen.
⢠He stopped to read the announcement. âEr blieb stehen, um die AnkĂźndigung zu lesen.â
⢠He stopped reading the announcement. âEr hĂśrte auf die AnkĂźndigung zu lesen.â
⢠She tried to learn French. âSie versuchte FranzĂśsisch zu lernen.â
⢠Finding Russian too difficult she tried learning French. âDa sie Russisch zu schwer fand, versuchte sie es mal mit FranzĂśsisch.â
Deutsch
In der neuhochdeutschen Grammatik wird die Bezeichnung Gerundium nicht verwendet, weil es in der modernen deutschen Sprache kein Gerundium im eigentlichen Sinne mehr gibt. In der deutschen Dialektologie wird der Begriff allerdings auf Formen angewandt, die auf das alt- und mittelhochdeutsche Gerundium zurĂźckgehen.
Im älteren Deutsch folgt eine flektierte (deklinierte) Form des Infinitivs hauptsächlich nach der Präposition zu (zi, ze, zuo, z), aber auch im Genitiv und (nur noch im Althochdeutschen) im Instrumental.
⢠althochdeutsch: nĂŤman â zi nĂŤmanne ânehmen â zu nehmenâ (starkes Verb), zellen â zi zellenne â(er)zählen â zu (er)zählenâ (schwaches Verb I. Klasse), salbĹn â zi salbĹnne âsalben â zu salbenâ (schwaches Verb II. Klasse), habÄn â zi habÄnne âhaben â zu habenâ (schwaches Verb III. Klasse). Vereinzelt tritt neben -enne usw. auch -ende usw. oder aber eine mit dem Infinitiv gleichlautende Form auf.cite-ref-18[18]
⢠mittelhochdeutsch: nĂŤmen â ze nĂŤmen(n)e / ze nĂŤmende; zellen â ze zellen(n)e / ze zellende; salben â ze salben(n)e / ze salbende; haben â ze haben(n)e / ze habende. Die Variante -ende, die sich zunehmend durchsetzt, wird als Einwirkung des Partizip Präsens erklärt.cite-ref-19[19]
⢠frĂźhneuhochdeutsch: nĂŤmen â ze nĂŤmen(n)e / ze nĂŤmend(e); zellen â ze zellen(n)e / ze zellend(e); salben â ze salben(n)e / ze salbend(e); haben â ze haben(n)e / ze habend(e). Die Formen auf -en(n)e finden sich zunächst noch im SĂźdalemannischen, sie werden aber wie zuvor schon jene im Nordalemannischen allmählich durch die jĂźngere Variante auf -ende und schlieĂlich auf -end, -ent abgelĂśst. Vom 14. bis zum 15. Jahrhundert zeichnet sich auĂerhalb des SĂźdalemannischen ein deutlicher RĂźckgang im Gebrauch bis hin zum gänzlichen Verschwinden im bairischen und mittelfränkischen Sprachraum ab; nach 1500 schlägt sich das Gerundium nur noch selten in schriftlichen Texten nieder. In sĂźdalemannischen Texten kommen Gerundien noch bis ins späte 15. Jahrhundert häufig vor und halten sich bei den Kurzverben mit abnehmender Frequenz bis ins 17. Jahrhundert.cite-ref-20[20]cite-ref-landolt-21-0[21]
Ein formales Nachleben hat dieses Gerundium einerseits in den ostalemannischen und, mancherorts auf Einzelverben beschränkt, einigen sĂźdalemannischen, bairischen und fränkischen Dialekten sowie anderseits in einigen Dialekten des Westfälischen, Ostfälischen und Brandenburgischen.cite-ref-22[22] In diesen Mundarten kann nach dem zur Partikel gewordenen ze, z eine besondere Form des Infinitivs (ein âInfinitiv IIâ) auftreten.
⢠rezente alemannische Dialekte: In der Osthälfte der Alemannia von Schwaben im Norden bis in die Nordostschweiz und das nĂśrdliche Vorarlberg im SĂźden wird jedes Verb regulär nach der Infinitivpartikel z(e) mit einer vom Infinitiv abweichenden Form gebildet. Normalverben erhalten die Endung -id oder -ed (entstanden aus dem mhd. -ende), beispielsweise ässe â z ässid âessen â zu essenâ, mache â z machid âmachen â zu machenâ; Kurzverben erhalten zumeist die Endung -nd und lauten in vielen Dialekten den Stammvokal um, beispielsweise tue â z tĂźend, z tĂśnd, z tond u. ä. âzu tunâ, gaa/goo â z gänd, z gĂśnd u. ä. âgehen â zu gehenâ, nää â z nänd ânehmen â zu nehmenâ. Auf Einzelverben beschränkt kommt das Gerundium auch in weiteren sĂźdalemannischen Mundarten vor, so tue â z tĂźe âtun â zu tunâ im Raum BernâFreiburgâwestliches Luzernbiet.cite-ref-23[23]cite-ref-landolt-21-1[21]
⢠rezente sĂźdniederdeutsche Dialekte: Beispielsweise im Waldeckischen und im SĂźdmärkischen stehen sich fĂźr standarddeutsch âmachen â zu machenâ die Infinitive maken â to makene gegenĂźber.cite-ref-24[24]
Kein historisches Gerundium und damit ein anderer sprachgeschichtlicher Hintergrund liegt in den rezenten osthessischen, ostfränkischen und thßringischen Dialekten vor, wo es ebenfalls zwei verschiedene Infinitive gibt.cite-ref-25[25]
Niederländisch
Wie gewisse niederdeutsche Mundarten kennen auch einige in den Niederlanden und in Belgien gesprochene niederfränkische Dialekte teils nur bei Kurzverben, teils auch bei Langverben zwei verschiedene Infinitive, deren einer das altniederfränkische Gerundium fortsetzt. Aus dem gelderländischen Achterhoek und dem seeländischen Goeree sind Formen wie te drinkene âzu trinkenâ, te dorsene âzu dreschenâ bezeugt, aus West- und Ostflandern solche wie te ziene âzu sehenâ.cite-ref-26[26]
Friesisch
Altfriesisch kannte ein Gerundium auf -ane oder -ande, etwa siunga âsingenâ, to siungan(d)e âzu singenâ. Dieses Gerundium ist der Form nach in allen gegenwärtigen friesischen Sprachen als ân-Infinitivâ oder âInfinitiv IIâ (west- und nordfriesisch beispielsweise sjongen) erhalten, der neben dem âe-â bzw. ââ-Infinitivâ oder âInfinitiv Iâ (beispielsweise westfriesisch sjonge, inselnordfriesisch sjong) steht. Formal ist er im Laufe der Sprachgeschichte allerdings mit dem Partizip Perfekt zusammengefallen, das auf altfriesisch -ande (etwa siungande âsingendâ) zurĂźckgeht und heute funktional ebenfalls im âInfinitiv IIâ weiterlebt.cite-ref-hoekstra-27-0[27]
In westfriesisch in ferske te sjongen, saterfriesisch en Läid tou sjungen oder im nordfriesischen Idiom von FĂśhr en Liitje tu sjongen âein Lied zu singenâ setzt sjongen/sjungen das altfriesische Gerundium to siungan(d)e fort. Dem westfriesischen ik hear har sjongen, saterfriesischen ik heere hier sjungen und nordfriesischen ik hiar ham sjongen âich hĂśre sie singenâ dagegen liegt das altfriesische Partizip Perfekt siungande zugrunde, ebenfalls in Fällen wie westfriesisch hy bliuw dea lizzen, saterfriesisch hi bleeu dood bilääsen und nordfriesisch hi bleew duad leien âer blieb tot liegenâ oder westfriesisch hy komt oanrinnen, saterfriesisch hi kumt ounloopen und nordfriesisch hi komt uunluupen âer kommt (an)gelaufenâ.cite-ref-hoekstra-27-1[27]
Slawische Sprachen
â
Hauptartikel
:
Adverbialpartizip
Die slawischen Sprachen kennen, morphologisch betrachtet, kein Gerundium im eigentlichen Sinne.
Allerdings nehmen hier die Adverbialpartizipiencite-ref-28[28] vergleichbare Funktionen wahr (und werden daher auch in manchen Grammatiken als Gerundium bezeichnet). Insbesondere dienen sie der Bildung von Adverbialen, wie es auch im Englischen und den romanischen Sprachen der Fall ist:
⢠russisch: Đна напиŃаНа пиŃŃПО, Đ˝Đ°ĐżĐľĐ˛Đ°Ń ĐżĐľŃĐ˝Ń. âSie schrieb einen Brief und sang dabei ein Liedâ bzw. âSie schrieb einen Brief, wobei sie ein Lied sangâ (wĂśrtl. ein Lied vorsingend).
⢠polnisch: CzytajÄ
c gazetÄ, sĹuchaĹem muzyki. âWährend ich Zeitung las, hĂśrte ich Musik.â
vgl.:
⢠italienisch: Scrisse una lettera, cantando una canzone.
⢠englisch: Singing a song she wrote a letter.
Litauisch
Im Litauischen werden vier Verbaladverbien als Gerundien (padalyvis) oder Quasipartizipien und eines als Halbpartizip (pusdalyvis) bezeichnet:cite-ref-29[29]
| Zeitform | Suffix |
|---|---|
| Gegenwart | -ant, -int |
| Zukunft | -siant |
| einmalige Vergangenheit | -us |
| mehrmalige Vergangenheit | -davus |
| Halbpartizip | -damas |
Die litauischen Gerundien sind sprachhistorisch mit den lateinischen Gerundien verwandt, werden aber ähnlich wie in den slawischen Sprachen zur Bildung adverbialer Nebensätze verwendet. Dies wurde in der Arealtypologie als ein Indiz fßr das Vorliegen eines durch Sprachkontakt entstandenen Sprachbundes gewertet.
Die Gerundien der Gegenwart und der einmaligen Vergangenheit werden, ähnlich den lateinischen Gerundien, häufig fßr adverbiale Begleitsätze gebraucht (sogenannte adverbiale Gerundien):
⢠AuĹĄtant iĹĄÄjau. âAls es tagte, ging ich fort.â (Gleichzeitigkeit)
⢠Man iĹĄÄjus auĹĄo. âNachdem ich fortgegangen war, tagte es.â (Vorzeitigkeit)
⢠Laikui bÄgant Jonas viskÄ
uĹžmirĹĄo. âIm Laufe der Zeit hat Jan alles vergessenâ (wĂśrtlich: âDer Zeit laufend...â)
Das logische Subjekt bei der Gerundium-Konstruktion steht wie im Altkirchenslawischen im Dativ (dativus absolutus). Dabei ist das Subjekt des Begleitsatzes in der Gerundialkonstruktion nie mit dem Subjekt des Hauptsatzes identisch, andernfalls wird das Halbpartizip gebraucht.
⢠Jis iĹĄÄjo dainuodamas. âEr ging singend fort.â
AuĂerdem kĂśnnen alle Gerundien als attributive Gerundien gebraucht werden. Sie lassen sich dann häufig mit dem Infinitiv, einem Partizip oder dem Konjunktiv I ins Deutsche Ăźbersetzen:
⢠Moteris pamatÄ vyrÄ
ateinant. âDie Frau sah ihren/einen Mann näherkommen.â (Andere Ăbersetzung: âDie Frau sah, dass ein Mann sich näherte.â â Gleichzeitigkeit)
⢠Radau visus sumigus. âIch fand alle eingeschlafen.â (âIch fand, dass alle eingeschlafen waren.â â Vorzeitigkeit)
⢠GirdÄjau jÄŻ priilsdavus tenai. âIch hĂśrte, er habe sich dort auszuruhen gepflegt.â (Vorzeitigkeit, wiederholte Handlung)
⢠SakÄ ir tavo bernelÄŻ netrukus atjosiant. âEr sagte, auch dein Bursche werde bald herbeigeritten kommen.â (Zukunft)
Turksprachen
â
Hauptartikel
:
Konverb
In der Turkologie (und davon ausgehend auch in anderen Teildisziplinen der sog. Altaistik) wird der Terminus Gerundium fĂźr eine Reihe von adverbial gebrauchten Verbableitungen gebraucht (d. h. Konverben).
Siehe auch
Weblinks
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â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Einzelnachweise
cite-note-11. â Die Form gerund-ium statt gerund-um ist wahrscheinlich eine Analogbildung nach particÄp-ium.
cite-note-22. â Hadumod BuĂmann (Hrsg.) unter Mitarbeit von Hartmut Lauffer: Lexikon der Sprachwissenschaft. 4., durchgesehene und bibliographisch ergänzte Auflage. KrĂśner, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-520-45204-7, Artikel Gerundium.
cite-note-33. â Die Entstehung des Gerundiums aus dem Gerundivum kann man sich etwa so vorstellen: Aus cupiditÄs librÄŤ legendÄŤ (wĂśrtlich: âBegierde nach einem zu lesenden Buchâ) wurde cupiditas legendi (âBegierde nach zu Lesendemâ und daraus âBegierde nach LektĂźreâ). Beispiele mit Ăbersetzung aus: F. Adami und Eduard Bornemann: Lateinische Sprachlehre (= Bornemann. Lateinisches Unterrichtswerk. Teil 3). 8. Auflage. Hirschgraben-Verlag, Frankfurt 1970, S. 163.
cite-note-44. â Vergleiche die ähnlichen Bezeichnungen ant-Form im FranzĂśsischen und ing-Form im Englischen.
cite-note-55. â Hermann Throm: Lateinische Grammatik. 5. Auflage (= unveränderter Nachdruck der 1. Auflage). Pädagogischer Verlag Schwann, DĂźsseldorf 1970, S. 58, 68, 195â199. Hermann Throm: Abriss der lateinischen Syntax. 1. Teil. (= Fundamentum Latinum). Pädagogischer Verlag Schwann, DĂźsseldorf 1959, S. 87â91. (Hermann Throm (1903â1985) war Gymnasialprofessor am KurfĂźrst-Friedrich-Gymnasium in Heidelberg).
cite-note-66. â Heinrich Lausberg: Romanische Sprachwissenschaft. Formenlehre 2. Teil (= Sammlung GĂśschen, Band 1200/1200a). Walter de Gruyter, Berlin 1962, S. 198â202. Wilhelm Meyer-LĂźbke: Grammatik der romanischen Sprachen. Band 3: Romanische Syntax. Verlag O. R. Reisland, Leipzig 1899, S. 534. (Reprografischer Nachdruck: Verlag Olms, Hildesheim/New York 1972, ISBN 978-3-487-04239-8).
cite-note-77. â Die Bezeichnung gĂŠrondif, im 16. Jahrhundert aus lateinisch gerundivum entlehnt, ist eigentlich irrefĂźhrend, da es sich hier nicht um das Gerundivum handelt, das im FranzĂśsischen als adjectif verbal bezeichnet wird.
cite-note-88. â In der älteren franzĂśsischen Sprache (vor 1600) konnte das Gerundium auch mit anderen Präpositionen wie z. B. Ă , de, par, pour und sans verbunden werden. Auch ohne Präposition kam das Gerundium bis ins 17. Jahrhundert vor. Ernst Gamillscheg: Historische franzĂśsische Syntax. Max Niemeyer Verlag, TĂźbingen, 1957, S. 445â447.
cite-note-99. â Maurice Grevisse: Le bon usage. Grammaire française. 12. Auflage, bearbeitet von AndrĂŠ Goosse. Ăditions Duculot, Paris/Gembloux, 1986, S. 1348, § 892.
cite-note-1010. â Man verwendet dafĂźr ayant + participe passĂŠ (Mittelwort der Vergangenheit, Partizip Perfekt): Ayant fait ses devoirs ⌠âals (da) er seine Aufgaben gemacht hatteâ, oder einen Nebensatz mit einer Konjunktion wie z. B. quand, comme, après que bzw. eine Infinitiv-Konstruktion: Après avoir fait ses devoirs, il quitta (il a quittĂŠ) la maison. âNachdem er seine Aufgaben gemacht hatte, verlieĂ er das Haus.â
cite-note-1111. â Hans-Wilhelm Klein und Hartmut Kleineidam: Ătudes françaises: Grundgrammatik. Ernst Klett Schulbuchverlag, Stuttgart 1989, S. 130â132.
cite-note-1212. â Zitiert in: Gerhard Rohlfs: Vom Vulgärlatein zum AltfranzĂśsischen (= Sammlung kurzer LehrbĂźcher der romanischen Sprachen und Literaturen. Band 15). 3., verbesserte Auflage. Max Niemeyer Verlag, TĂźbingen 1968, S. 175.
cite-note-1313. â Beispiel und Ăbersetzung aus: Fatima Viegas Figueiredo Brauer, Uwe Brauer: Langenscheidts Praktisches Lehrbuch Portugiesisch (= Langenscheidts Praktische LehrbĂźcher). 8. Auflage. Langenscheidt, Berlin u. a. 1986, ISBN 3-468-26270-1, S. 61.
cite-note-1414. â Beispiel und Ăbersetzung aus: Peter Cichon: EinfĂźhrung in die okzitanische Sprache (= Bibliothek romanischer Sprachlehrwerke. Band 4). 2., korrigierte Auflage. Romanistischer Verlag, Bonn 2002, ISBN 3-86143-132-7, S. 96. (Zum Begriff âReferenzokzitanischâ siehe S. 20).
cite-note-1515. â Beispiel und Ăbersetzung aus: Ion Popinceanu: Rumänische Elementargrammatik mit Ăbungstexten. 2., verbesserte Auflage. Max Niemeyer Verlag, TĂźbingen 1962, S. 88.
cite-note-1616. â Wilhelm Braune: Althochdeutsche Grammatik. I. Laut- und Formenlehre (= Sammlung kurzer Grammatiken germanischer Dialekte. A. Hauptreihe, Band 5.1). 16. Auflage. Neu bearbeitet von Frank Heidermanns. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, § E 3c, 301, 315.
cite-note-1717. â Adolf Lamprecht: Grammatik der englischen Sprache. Neufassung. 8. vĂśllig Ăźberarbeitete und erweiterte Auflage. Cornelsen-Velhagen & Klasing 1986, ISBN 3-464-00644-1, S. 5, 7.
cite-note-1818. â Wilhelm Braune: Althochdeutsche Grammatik. I. Laut- und Formenlehre (= Sammlung kurzer Grammatiken germanischer Dialekte. A. Hauptreihe, Band 5.1). 16. Auflage. Neu bearbeitet von Frank Heidermanns. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, § 315; Richard Schrodt: Althochdeutsche Grammatik II. Syntax (= Sammlung kurzer Grammatiken germanischer Dialekte. A. Hauptreihe, Band 5.2). Niemeyer, TĂźbingen 2004, § S 86.
cite-note-1919. â Hermann Paul: Mittelhochdeutsche Grammatik (= Sammlung kurzer Grammatiken germanischer Dialekte. A. Hauptreihe, Band 2). 25. Auflage. Neu bearbeitet von Thomas Klein, Hans-Joachim Solms und Klaus-Peter Wegera. Mit einer Syntax von Ingeborg SchĂśbler, neubearbeitet und erweitert von Heinz-Peter Prell. Niemeyer, TĂźbingen 2007, § M 70 Anm. 16, § S 33 f.
cite-note-2020. â Robert Peter Ebert, Oskar Reichmann, Hans-Joachim Solms und Klaus-Peter Wegera: FrĂźhneuhochdeutsche Grammatik (= Sammlung kurzer Grammatiken germanischer Dialekte. Reihe A, Band 12). Niemeyer, TĂźbingen 1993, § M 85.
cite-note-landolt-2121. â Christoph Landolt: Von ze tuonne zu z tĂźe(nd) â und zu z tue. Das schweizerdeutsche Gerundium diachronisch, diatopisch, morphologisch. In: Zeitschrift fĂźr deutsche Dialektologie und Linguistik 92 (2025), S. 224â262 (online).
cite-note-2222. â Siehe Karten 11 (einfacher Infinitiv) und 54 (zu-Infinitiv) im Deutschen Sprachatlas auf regionalsprache.de sowie die einschlägigen regionalen Sprachatlanten.
cite-note-2323. â Einzelheiten siehe SĂźdwestdeutscher Sprachatlas III/1 301â303; Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben VI 15â17, 174; Sprachatlas der deutschen Schweiz III 1â2, 21, 55, 61, 73; Vorarlberger Sprachatlas III 70a, 70b; Schweizerisches Idiotikon XVII 4 ff., Artikel zue (dort unter Bedeutung B3, Sp. 73 ff., mit zugehĂśriger Anmerkung, Sp. 79 f.).
cite-note-2424. â Deutscher Sprachatlas, Karten 11 versus 54.
cite-note-2525. â Anthony R. Rowley: Unendliche Geschichten. Endungslose Infinitive, Infinitivpräfixe und Verwandtes in deutschen Dialekten. In: Zeitschrift fĂźr Dialektologie und Linguistik. Band 92, 2025, Heft 1, S. 80â113, hier S. 86.
cite-note-2626. â Adriana Roelandina Hol: De n na de toonloze vocaal in werkwoordsvormen. In: Toponymie & Dialectologie 21, 1947, S. 237â288, hier S. 245 f.
cite-note-hoekstra-2727. â Jarich Hoekstra: The Syntax of Infinitives in Frisian (= Fryske Akademy Series. Band 841). Dissertation, Rijksuniversiteit Groningen. Fryske Akademy, Ljouwert/Leeuwarden 1997.
cite-note-2828. â Ein Adverbialpartizip gibt die Umstände an, unter denen die Handlung, die das Verb ausdrĂźckt, verläuft. Es ist nicht flektierbar (wird nicht dekliniert). Jolanta Rudolph: Ĺťadnych granic. Polnisch von A bis Z. Schmetterling Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-89657-880-4, S. 328.
cite-note-2929. â Alfred Senn: Handbuch der litauischen Sprache. Band 1. Grammatik. Carl Winter Universitätsverlag, Heidelberg (Carl Winter), 1966, §§ 225â227.